Die EU-Lieferkettenrichtlinie wurde ausgehöhlt. Der Eintrag bietet einen Überblick über die Verhandlungen des Gesetzes und die bedeutendsten Änderungen.
Lies weiterGeneralversammlung von solidar Austria (2025)
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Das Protokoll der Generalversammlung ist für alle Mitglieder im Sekretariat einsehbar.
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An alle Mitglieder des Vereins solidar Austria:
Einladung zur
29. GENERALVERSAMMLUNG von solidar Austria

am 9. Dezember 2025, 17:00 – 18:00 Uhr
Lies weiterPodcast: Sepp Wall-Strasser und 30 Jahre solidar
solidar – das entwicklungspolitische Magazin, Radiosendung mit Sepp Wall-Strasser zu 30 Jahre solidar
Lies weiterPodcast: Begegnungen in Moldau
Im Rahmen der Begegnungsreise entstand eine neue Radiosendung für „solidar – das entwicklungspolitische Magazin“. Zu hören sind Teilnehmer:innen der Begegnungsreise sowie Gewerkschafter:innen aus Moldau.
Lies weiterRückschau: Begegnungsreise Moldau 2025
Die viertägige Begegnungsreise nach Moldau bot umfassende Einblicke in die politischen, sozialen und arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen des Landes. Neben Gesprächen mit Gewerkschaften und Betriebsrät:innen standen Besuche wichtiger Institutionen und Betriebe sowie eine Exkursion in die Region Transnistrien auf dem Programm. Dabei wurden zentrale Herausforderungen wie niedrige Löhne, Abwanderung und informelle Beschäftigung deutlich sichtbar.
Lies weiterWir fordern!
In der aktuellen Ausgabe von Arbeit & Wirtschaft (5/2025) fordert solidar-Projektleiter Michael Wögerer globale Solidarität zu leben und internationale Gewerkschaftsarbeit zu stärken.
Lies weiterFür ein starkes Lieferkettengesetz gegen Kinderarbeit!
Initiative „Kinderarbeit stoppen“ bei Vizekanzler Babler: Österreich muss Vorreiterrolle übernehmen (Presseaussendung, 22.10.2025)
Lies weiter„Greife ich nach meinem Handy, halte ich die ganze Welt in meiner Hand“
solidar Austria feiert 30 Jahre und startet neue Jugend-Initiative
Presseaussendung vom 06.10.2025 (OTS)
Linz/Wien – Anlässlich des Welttages für menschenwürdige Arbeit am 7. Oktober blickt solidar Austria auf 30 Jahre erfolgreiche Arbeit für globale Gerechtigkeit zurück und kündigt zugleich eine wegweisende neue Initiative an. 2026 will man gezielt junge Arbeitnehmer:innen und Lehrlinge für internationale Solidarität begeistern.
Globales Fairplay schafft sozialen Frieden
„Menschenwürdige Arbeit ist die Grundlage für sozialen Frieden und stabile Demokratien“, betont Peter Schissler, Vorsitzender von solidar Austria. „Wo Menschen ausgebeutet werden, entstehen Konflikte und gesellschaftliche Spannungen. Deshalb ist der Kampf für faire Arbeitsbedingungen weltweit auch ein Beitrag zum Frieden.“
In den vergangenen drei Jahrzehnten hat solidar Austria als entwicklungspolitischer Verein der österreichischen Gewerkschaftsbewegung wichtige Brücken zwischen lokaler und globaler Solidarität gebaut. Von der Unterstützung des Gewerkschaftsaufbaus in der Republik Moldau über Kampagnen gegen Kinderarbeit bis hin zu aktuellen Initiativen für ein wirksames Lieferkettengesetz – die Arbeit zeigt: Internationale Zusammenarbeit stärkt Arbeitsrechte hier wie dort.
Die Herausforderung liegt jedoch in der Bewusstseinsbildung, wie Schissler erklärt: „Oft werde ich gefragt, warum gehen wir mit unserer Arbeit so weit weg von Österreich, etwa nach Brasilien oder Südafrika, wo wir doch hier bei uns selber genug Probleme haben.“ Seine Antwort ist pragmatisch: „Greife ich nach meinem Handy, halte ich die ganze Welt in meiner Hand. Man muss den Menschen deutlich machen, dass die Produktionsteile dafür aus der ganzen Welt kommen.“
Diese Erkenntnis bildet die Grundlage für das neue Projekt „Global Heroes for Peace and Democracy“, das ab 2026 mit innovativen, comic-basierten Methoden und digitalen Formaten speziell Lehrlinge und junge Arbeitnehmer:innen ansprechen wird.
Demokratie braucht faire Arbeit
„Ohne menschenwürdige Arbeit gibt es keine stabile Demokratie“, so Schissler weiter. „Wo Menschen ums wirtschaftliche Überleben kämpfen müssen, haben autoritäre Kräfte leichtes Spiel. Deshalb ist internationale Gewerkschaftsarbeit immer auch Demokratiearbeit.“
Das unterstreicht auch die aktuelle weltweite Situation: 138 Millionen Kinder sind von Kinderarbeit betroffen, während gleichzeitig in vielen Ländern demokratische Strukturen unter Druck stehen. solidar Austria setzt hier auf globales Lernen und persönliche Begegnungen, um komplexe internationale Zusammenhänge verständlich zu machen.
Brasilien hautnah: Globale Lieferketten am Beispiel Eisenerz
Einen Einblick in konkrete Entwicklungszusammenarbeit gibt die Veranstaltung „Brasilien – ein etwas anderer Reisebericht“ am 13. Oktober um 19:00 Uhr in der Arbeiterkammer Vöcklabruck. Herbert Wasserbauer von der Dreikönigsaktion nimmt die Teilnehmer:innen mit auf eine Spurensuche ins brasilianische „Eiserne Viereck“, wo Rohstoffe für unsere Autos und Computer abgebaut werden. Der Vortrag beleuchtet die Auswirkungen des Bergbaus auf Mensch und Umwelt und fragt: Was hat das alles mit uns zu tun?
Rückfragen:
Michael Wögerer (Projektleiter von solidar Austria)
Telefon: 0664 7810 3189
E-Mail: michael.woegerer@solidar.global
Web: https://solidar.global
Veranstaltungshinweis:
Brasilien – ein etwas anderer Reisebericht
Montag, 13. Oktober, 19 Uhr
Arbeiterkammer Vöcklabruck (Ferdinand-Öttl-Straße 19)
Anmeldung unter vöcklabruck@oegb.at
Mehr Informationen unter: Brasilien, ein etwas anderer Reisebericht (13.10.)
Danke für eure Teilnahme am 15. Mai in Wien!
Herzlichen Dank an alle Mitglieder, Wegbegleiter:innen, Unterstützer:innen und Freund:innen von solidar für’s Kommen. Eindrücke von der 30-Jahrfeier sind im Beitrag nachzuschauen.
Lies weiter30 Jahre solidar
In erster Linie geht es mir als Vorsitzender von solidar darum, Bewusstseinsarbeit zu leisten. Es ist mir wichtig den Menschen in Österreich zu zeigen, dass wir hier nicht auf einer eigenen abgeschotteten Insel leben, sondern dass man in allen Arbeits- und Lebensbereichen auf globale Zusammenhänge stößt. Die ganze Welt ist arbeitstechnisch vernetzt und so hat ein Kampf für bessere Arbeitsbedingungen in unseren Regionen genauso Auswirkungen auf die Bedingungen in anderen Teilen der Welt. Durch die Arbeit in unserem Verein besteht die Möglichkeit, diese Zusammenhänge für die Menschen in Österreich aufzuzeigen und verständlich zu machen. Den Menschen die Bedeutsamkeit von internationaler Gewerkschaftsarbeit zu erklären, bleibt dabei eine Herausforderung. Oft werde ich gefragt, warum gehen wir mit unserer Arbeit so weit weg von Österreich, etwa nach Brasilien oder Südafrika, wo wir doch hier bei uns selber genug Probleme haben. In dieser Hinsicht empfinde ich es als besonders wichtig, dass man den Wert unserer Arbeit noch viel sichtbarer macht. Dies kann auch anhand von ganz normalen Gebrauchsgegenständen wie dem Handy oder Auto geschehen. Man muss den Menschen deutlich machen, dass die Produktionsteile dafür aus der ganzen Welt kommen. Es muss also unser Ziel sein, die Menschen für internationale Gewerkschaftsarbeit zu sensibilisieren und zu gewinnen, am besten durch eine ganz einfache und unkomplizierte Art und Weise – so quasi nach dem Motto: Greife ich nach meinem Handy, halte ich die ganze Welt in meiner Hand.
Ich selber habe durch die Mitarbeit bei solidar und die Beteiligung an verschiedenen Projekten von Anfang an viele neue Erfahrungen machen dürfen.
Ich bin stolz darauf, als Vorsitzender, die wertvolle Arbeit des Vereins der letzten 30 Jahre präsentieren zu können und sage auf diesem Weg auch allen bisherigen Mitarbeiter:innen ein großes Danke für die geleistete Arbeit.
Peter Schissler, Bundesgeschäftsführer PRO-GE, Vorsitzender von solidar seit 2012









